Digitale Events

Agenturleben live: 24 Stunden, 4 Events, 37.000 Schritte – ein Tag im Leben von Passepartout

Es ist noch dunkel, als das Handy summt. 5:12 Uhr. Der Ton ist eigentlich ausgeschaltet, aber das innere Event-Barometer ist eh längst angesprungen. Heute ist kein gewöhnlicher Tag – heute ist einer dieser Tage, über die man Wochen später noch spricht. Und lacht. Vielleicht auch ein bisschen seufzt. Vier Events. Drei Städte. Sieben Locations. Und ein Team, das weiß, worauf es ankommt: aufeinander.

Der erste Kaffee schmeckt noch nach gestern. Ein Kollege schreibt: „Bin schon auf dem Weg zur Bühne, Licht kommt 6:30.“ Ein anderer schickt ein Selfie vom Supermarkt – mit zehn Kisten Wasser auf dem Wagen, weil die Lieferung zur falschen Halle gegangen ist. Irgendwo blinkt das Handy mit einer Nachricht: „Können wir das Branding an der Bühne vielleicht doch spontan ändern? Ich hab da so eine Idee …“

Es wird geantwortet, telefoniert, improvisiert. Während draußen langsam die Sonne aufgeht, brennt drinnen schon lange Licht. Wir prüfen Akkustände, Kabelwege, Backup-Pläne. Wer hat noch Gaffa? Wer hat einen Plan B? Wer hat überhaupt geschlafen?

7:45 Uhr, Aufbau Location 1. Die Crew rollt Cases, ein Beamer macht Zicken, eine Assistentin bügelt Moderationskarten auf dem Bügelbrett der Garderobe. Jemand fragt, wo die Klebepunkte für die Rede stehen. Jemand anderes pustet liebevoll Staub vom Rednerpult. Es sind die kleinen Dinge, an denen man merkt, ob jemand mitdenkt. Und wir denken. Immer. Mit. Voraus. Zurück. Und manchmal auch um drei Ecken.

9:00 Uhr, Gäste kommen. Musik läuft, das Licht sitzt, die Gastgeberin lächelt. Wir beobachten alles, aber möglichst unsichtbar. Ein Gast hat seinen Badge verloren – wir lösen es. Eine Sprecherin braucht ein Nadelkissen für ihr Mikro – wir haben eins. Der Fotograf will mehr Deko im Hintergrund – na gut, dann eben schnell noch ein Trockenblumenarrangement von der anderen Seite des Raumes verschieben, ohne dass es jemand merkt.

13:00 Uhr, Wechsel zur Location 2. Im Transporter werden Mails beantwortet, Checklisten aktualisiert, Nudelsalat geteilt, den irgendjemand noch um 22:30 Uhr selbstgemacht hat. „Energie geht noch?“ – „Kaffee hilft.“ – „Was war eigentlich mit dem DJ aus Halle 1?“ – „Kam, sah, vergaß seinen USB-Stick.“ Gelächter. Weiterfahren.

Am Nachmittag dann: Auftritt Nummer drei. Ein Outdoor-Event. Zelte, Wind, Sonne, neue Crew. Einer trägt noch sein Galashirt vom Vormittag. Wir bauen Bühne, helfen Catering, erklären dem Tontechniker, warum es eben doch nicht „nur ein Panel“ ist. Gäste kommen, alles läuft. Fast. Eine Leinwand flattert, aber ein clever platzierter Barhocker und ein Klettband regeln das. Währenddessen geht im Büro ein Paket mit Give-Aways ein, das eigentlich gestern gebraucht wurde. Und trotzdem: Wir sind drin. Im Flow. Im Takt. Im Tunnel. Und überall gleichzeitig.

19:30 Uhr, Galabeginn. Der rote Teppich hat eine kleine Welle, aber wir bügeln sie wortwörtlich glatt. Während im Foyer Champagner eingeschenkt wird, läuft im Backstagebereich das Headset-Briefing. In der Technik sitzt jemand mit zehn Tabs auf dem Laptop offen, zwischen Cue Sheets und Lichtpult. Die Moderatorin fragt noch schnell: „Woher ist das Kleid deiner Kollegin? Wunderschön.“ Wir nicken. Lächeln. Und drücken Play.

Dann beginnt der Abend. Großes Licht. Große Bühne. Große Wirkung. Und doch sind es die leisen Dinge, die hängen bleiben: wie der Moment, wenn sich zwei Gäste am runden Tisch zufällig entdecken und anfangen zu lachen. Wie der Redner, der vor Aufregung zittert und dann mit unserer stummen Daumen-hoch-Geste seinen Mut findet. Wie der Moment, wenn das Team am Rand kurz aufatmet, weil alles läuft. Und niemand weiß, wie viel Herzblut, Schweiß und Sekundenkleber dahintersteckt.

1:23 Uhr. Die letzte Kiste ist verladen, die letzte Glühbirne aus. Wir sitzen auf der Ladefläche, Füße hoch, müde Gesichter, glänzende Augen. Einer zählt Schritte: „37.118.“ Wir lachen. Eine fragt: „Was war euer Lieblingsmoment?“ Alle denken kurz nach. Dann sagt jemand: „Dass wir das zusammen gemacht haben.“ Und irgendwie ist genau das der Punkt. Es sind nicht die Events. Es sind die Menschen, mit denen wir sie möglich machen. Unsere Kunden, unsere Crews, unsere Ideen. Und unser Team, das in diesen 24 Stunden wieder einmal bewiesen hat, dass echtes Engagement nicht laut ist – aber weit trägt.

Und morgen? Morgen machen wir weiter. Vielleicht mit weniger Schritten. Vielleicht mit anderen Geschichten. Aber garantiert wieder mit Herz. Und Verstand.

Agentur Passepartout
Events mit Herz und Verstand.

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