Auf den Punkt – Neue Präsentationstechnik Pecha Kucha für Tagungen

Auf den Punkt – Neue Präsentationstechnik Pecha Kucha für Tagungen

Die Power Point Folien-Flut als optimale Vortragspräsentation? Ist diese Art der Präsentation bei Tagungen eigentlich noch zeitgemäß, modern und auf den Punkt? Kann man damit Teilnehmer begeistern und mitreißen? Hand aufs Herz: In vielen Fällen eher nicht. Oft ziehen sich Präsentationen wie Kaugummi, oft fehlt eine Spannungskurve und oft verliert der Redner die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer. 

Wenn man sich für neue Präsentationstechniken insbesondere bei Tagungen interessiert, stolpert man immer wieder über den Begriff Pecha Kucha. Ursprünglich entwickelt von 2 Architekten in Tokyo, eignet sich diese Technik auch für kurze Vorträge beispielweise in den Bereichen Marketing, Management und vielen mehr. 

Was ist Pecha Kucha?

20 Folien – nur Bilder, kein Text – werden jeweils 20 Sekunden lang hintereinander gezeigt. Dabei läuft die Zeit ab, ohne dass der Referent Einfluss darauf hätte. Das macht die ganze Sache zu einer ziemlichen Herausforderung, denn: Die Rede muss genau auf den Ablauf und die Zeitspanne der gezeigten Folien abgestimmt sein. Insgesamt bleiben also knappe 6 Minuten und 40 Sekunden für den gesamten Vortrag. 

Geht das überhaupt? Ja! Allerdings ist eine perfekte Vorbereitung ein absolutes Muss. Die Bilder müssen sorgfältig ausgewählt werden und zu 100% zum Vortrag passen. Und: Ganz wichtig ist auch der Aufbau der Präsentation. Am besten gliedert man das Ganze in Einleitung, Hauptteil und Schluss. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder kommt man sofort auf das Hauptthema zu sprechen, zum Beispiel dann, wenn es komplex ist und man keine Zeit verlieren darf, oder man baut einen Spannungsbogen auf, beginnt den Vortrag  mit einer kleinen Anekdote, um die Zuhörer abzuholen und mitzunehmen,  und kommt dann zum eigentlichen Thema. 

Nichts eignet sich besser als Bilder, um einen dramaturgischen Aufbau und eine Spannungskurve aufzubauen. Also: Wichtig sind Bilder, die perfekt die story visualisieren. Denn: Der Fokus liegt neben dem Visuellen auch auf der Geschichte, die erzählt wird.  Einer Geschichte, die die Kernbotschaft emotionalisiert und erlebbar macht. Und das auf den Punkt. 

Ein letzter Tipp zum Schluss: Da wir alle Augenmenschen sind, sollten die Bilder, Fotos oder auch Grafiken gestochen scharf und in einer ausreichend guten Auflösung sein. 

Ein Beitrag von Sabine Rousseaux