Emotionen, großes Kino und allem vorweg:   Extrembedingungen beim Jugendfestival Courage

Emotionen, großes Kino und allem vorweg:  Extrembedingungen beim Jugendfestival Courage

Wahrscheinlich sehnen sich viele Menschen in Deutschland die meiste Zeit des Jahres nach Sonne und Wärme. Am vergangenen Samstag in Kleve regnete es beim Jugendfestival Courage wieder einmal – diesmal jedoch Konfetti. Das seit Wochen im Voraus restlos ausverkaufte Festival zum Motto „Für Toleranz – gegen Gewalt“ fand mit 8.000 Besuchern in der Traumkulisse des Museum Schloss Moyland statt – unter Extrembedingungen mit Tageshöchsttemperaturen von 36 Grad im Schatten.

„Eine echte Herausforderung“, so Thorsten Kalmutzke, Geschäftsführer der Agentur Passepartout. „Nahezu alles ist planbar, jedoch nicht unser Wetter. Solche Temperaturen sind eine große körperliche Belastung. Für alle Organisatoren, Helfer, Rettungskräfte und Künstler, die hier über Stunden im Einsatz sind. Aber ganz besonders im Fokus beim Jugendfestival  stehen hier natürlich unsere jungen Gäste.“ So wurde kurzerhand beschlossen, über 3.000 kostenfreie Wasserflaschen auszugeben, um den Kreislauf Aller zu stabilisieren.

Dass die Herzen des jungen Publikums bei den Top Acts Mike Singer und Wincent Weiss deutlich schneller schlugen, war ganz deutlich spür- und vor allem hörbar – der entstandene Kreisch-Alarm ist dafür die beste Bestätigung, ebenso die textsichere Übernahme des Songs „Musik sein“ von Wincent Weiss durch seine Fans. „Einen der schönsten Chöre überhaupt“ nannte ihn Weiss höchstpersönlich.

Insgesamt prägten zehn Sänger und Bands in diesem Jahr das 5-stündige Programm, welches von Courage Moderatorin Jess (bekannt durch TV Sender Kika/ Tigerentenclub) moderiert wurde. Neben Mike Singer und Wincent Weiss sorgten Streetblooms, Angiz, Who`s Amy, die „Local Heros“ New Age und Lukas Kepser, sowie die Band Good Weather Forecast und Selina Mour für die perfekte Festival Stimmung.

Auf der Bühne gaben die Künstler trotz der extremen Temperaturen alles. So jagte ein Highlight das Nächste. Konfettiregen zu Mike Singers und Wincent Weiss Auftritt, zum Song „Feuerwerk“ warf Weiss einen Riesen-Luftballon in die Menge und ein Pyrofeuerwerk bezauberte das Publikum – das sind nur kleine Ausschnitte der unglaublichen Atmosphäre in Kleve. Ein weiterer Höhepunkt des Programms war „SEIN – Die Show der Begegnung“ zum Motto „Sei, wie du bist“ vom Landschaftspark Rheinland. Moderatorin Jess und Gebärdendolmetscherin Sophia kündigten die elf Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderungen an, die eine Show voller Tanz, Gesang und Akrobatik zeigten. Die beeindruckten Zuschauer drückten ihre Begeisterung, wie zuvor gelernt, in Gebärdensprache aus – mit hochgehaltenen, schüttelnden Händen.

Und perfekter hätte ein Abschluss dieses einmaligen Festivaltages nicht sein können: Mike Singer betritt ein letztes Mal die Bühne. Es dämmert leicht. Tausende schunkelnde Handylichter sahen aus der Ferne aus wie unzählige Glühwürmchen. Eine eindrucksvolle Szenerie. „Und da war er wieder. Einer dieser Momente, für den all der Schweiß und all die Anstrengung entschädigt. Ein Moment, für den die Eventbranche lebt. Ein Gänsehautmoment, der einen Tag voller Emotionen, großer Gefühle, tollen Stars und Bands und ganz großem Kino gebührend abschließt.“, so Kalmutzke „Wir freuen uns jetzt schon, das Jugendfestival Courage  2020 ausrichten zu dürfen.“