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Interaktion auf Events – Ein Baustein mit Potenzial

„Hey Sie da! Genau Sie da in der vierten Reihe! Nicht einschlafen!“  So etwas in der Art denken sich viele Redner, wenn sie am Ende des Veranstaltungsprogramms einen Auftritt haben. Immer noch werden zu viele „Kollateralschäden“ in Form von Aufmerksamkeitsverlusten auf Veranstaltungen hingenommen. Dabei kann jeder Gast eines Events im Nachgang ein Multiplikator sein und die Kernaussagen nach der Veranstaltung verbreiten. Aus diesem Grund wird es immer wichtiger, Gäste in unterschiedlichste Eventformate aktiv mit einzubinden. 

Unternehmen müssen die Zeiten der Frontalbeschallung endgültig hinter sich lassen, wenn sie bestehende und potenzielle Kunden, sowie Mitarbeiter nachhaltig begeistern wollen! Die Devise heißt: Interaktion. Denn Interaktion auf einem Event heißt auch immer Interaktion mit der Marke. Kein anderes Medium im Marketing Mix bietet so viele Möglichkeiten, die Zielgruppe zu aktivieren wie die Live-Kommunikation. Aber was genau ist Interaktion, warum ist sie so wichtig, welche Formen gibt es und welche Chancen ergeben sich daraus?

Interaktion lässt sich beschreiben als eine Wechselbeziehung zweier Parteien, es geht um Aktion und Reaktion. Und: Sie ist das Fundament jeder Kommunikation. In Zeiten der Reizüberflutung durch Werbung, erhält die Live-Kommunikation immer mehr an Bedeutung. 2018 veröffentlichte die Wirtschaftswoche einen Artikel, in der Experten schätzen, „dass jeder von uns (täglich) mit 10.000 bis 13.000 Werbebotschaften konfrontiert wird.“ Eine Verarbeitung all dieser Reize überfordert Empfänger und führt zu einer sogenannten Werbeblindheit. Interaktion auf Events kann hier gegenlenken, die Zielgruppe einbinden, Emotionen erzeugen und direkte Mehrwerte schaffen. 

Welche Effekte die Interaktion auf Events haben kann, zeigt das Fachmagazin für Event-Marketing „Event Partner“. 2019 wurden mehrere Geschäftsführer von Eventagenturen zu dem Thema interviewt. Der Tenor ist immer derselbe: Interaktion ist die Basis einer erfolgreichen Live-Kommunikation. Gäste, die aktiv an einem Event partizipieren, lernen dazu! Veränderungsprozesse dominieren viele Branchen. Viele Kunden verpassen diese Entwicklungen. Interaktion hilft hierbei, nicht nur aufzuklären, sondern Zielgruppen auch in die neuen Prozesse mitzunehmen. 

Bereits Konfuzius sagte: „…lass es mich selber tun und ich werde es verstehen.“

Ein Grundsatz, der nach wie vor aktuell ist. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Interaktion auf Events zu fördern. Eine davon ist die gemeinsame Erarbeitung eines Corporate Songs. Ein Coach stellt den Teilnehmern offene Fragen, wie z. B. für was steht das Unternehmen, oder was erwarte ich als Kunde oder Mitarbeiter? Die Antworten der Teilnehmer sind die Basis des Songtextes. Zusammen mit einer Band entsteht am Ende ein gemeinsamer Song, den alle zusammen erarbeitet haben. Das dabei entstehende Gemeinschaftsgefühl hilft den Teilnehmern dabei, sich die Inhalte nachhaltig einzuprägen. Bei diesem Konzept handelt es sich um eines von vielen klassischen Teamworkshops. 

Aber auch einzelne Module können Interaktion auf einem Event fördern. In der sich immer mehr digitalisierenden Welt erleben die haptischen Elemente eine Renaissance. Ein Beispiel, wie beide Elemente zusammengeführt werden können, ist ein Multitouch Interface mit elastischer Projektionsfläche. Die Projektionsfläche lässt sich beliebig tief eindrücken und formen. Die darauf projizierten Bilder vermitteln wichtige Inhalte. Die Ergänzung des haptischen Elements erweckt das Interesse des Teilnehmers, steigert die Interaktion und damit die nachhaltige Aktivierung.

Interaktion bietet eine Vielzahl von Chancen.

 Warum also nur auf einen bestimmen Zeitraum begrenzen? Für noch nachhaltigere Interaktion sollte die Zielgruppe sowohl vor, als auch nach dem Event eingebunden werden. Im Vorfeld könnten Teilnehmer z. B. die Themen eines Vortrages mitbestimmen. Im Nachgang könnten Workshops oder digitale Foren Teilnehmer dazu animieren, sich über gelernte Inhalte auszutauschen. 

Eine erfolgreiche Live-Kommunikation darf somit auf Interaktion nicht verzichten, denn es liegt im Wesen des Menschen, sich auszutauschen und Teil von etwas Größerem sein zu wollen. Unternehmen, die dies für sich nutzen, generieren ein nachhaltiges Erlebnis. 

Ein Beitrag von Mihalis Saltzis