Open Air Veranstaltungen – Vor- und Nachteile

Open Air Veranstaltungen – Vor- und Nachteile

Open Air Veranstaltungen sind großartig: Wenn das Wetter mitspielt. Gerade im Sommer ist Hochsaison für Open Air Festivals, Konzerte, Partys und Sommerfeste. Jetzt haben natürlich in diesem Jahr Veranstalter von Open Air Events alles Grund zum Strahlen: Man kann sich kaum erinnern, wann so oft und lange in Deutschland die Sonne geschienen hat. Nichts desto trotz: Was ist, wenn’s regnet? Was sind die Vor- und Nachteile einer Open Air Veranstaltung?

Kapazitäten & Möglichkeiten

Vorteil:

Eine Open Air Area bietet viel mehr Platz und  Kapazitäten. Das Konzept kann so viel kreativer, weitläufiger, facettenreicher gestaltet werden. Unter freiem Himmel mit Bäumen und Wiesen, Wasser und Booten, lassen sich viele Veranstaltungen kreativ umsetzen. Zum Beispiel emotionale Lichtinstallationen, Gebäude-Mappings oder ähnliches.

Nachteil:

Der Vorteil kann auch zu einem Nachteil werden: Die Veranstaltungen sind meist weitläufiger – was toll ist, wenn wir es mit vielen Gästen zu tun haben. Aber: Wenn eine offene Veranstaltungsfläche nicht gefüllt ist, fühlen sich die Gäste ganz schnell unwohl. Und oft ist es so, dass dann auch keine rechte Stimmung aufkommt. 

Keine klassische Location  

Vorteil:

Bei einer Open Air-Fläche ist meist keine festinstallierte Ausstattung vorhanden. Das kann definitiv ein Vorteil sein. Der Veranstalter kann selbst frei wählen, wo er Sanitäranlagen unterbringt, unterschiedliches Mobiliar nutzen, den Boden auslegen, wie es zur Veranstaltung passt und eine individuelle Küche aufbauen.

Nachteil: 

Dennoch kann das auch Nachteile mit sich bringen. Keine festinstallierten Sanitäranlagen kann auch Wasserprobleme bedeuten. Kein fester Boden kann zusätzliche Kosten verursachen. Es muss jedes Mal neues Mobiliar auf- und abgebaut werden, sodass in solchen Fällen viel mehr Zeit benötigt wird.

Wetterabhängigkeit

Vorteil: 

Strahlender Sonnenschein, eine Durchschnittstemperatur von 25 Grad und kein Regen. Das ist das Traumwetter für eine Open-Air Veranstaltung – sowohl für die Gäste, als auch für die Veranstalter. Für die Gäste bedeutet das einen großen Wohlfühlfaktor – ein Grund dafür, dass die Veranstaltung bei einem entsprechenden Programm auch gut besucht wird. Und für den Veranstalter ganz wichtig: Auch entsprechend verzehrt bzw. getrunken wird. 

Nachteil:

Kälte, Regen, Gewitter. Und das ist bei unseren Temperaturen in Deutschland leider bis kurz vor der Veranstaltung kaum absehbar. Wenn es kalt ist und regnet, kann man damit rechnen, dass viel weniger Gäste die Veranstaltung besuchen. Die Stimmung ist leider auch nicht die beste, da die Gäste ständig damit beschäftigt sind, sich irgendwo unterzustellen. Die Gäste werden die Veranstaltung damit immer schlechter in Erinnerung haben, als wenn es trocken gewesen wäre. Wenn die Gäste dann auch noch früher gehen, bedeutet das für einen Veranstalter oft ein Minusgeschäft. Der Getränkeumsatz wird geringer sein, die tollen Attraktionen werden kaum genutzt und die Bands geben alles, aber die Stimmung wird trotzdem nicht richtig aufkommen.

Im schlimmsten Fall muss die Veranstaltung bei Gewitter und Sturm sogar abgesagt werden, um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten. Für Firmenevents muss man sich in solchen Fällen immer eine „Schlechtwettervariante“ überlegen, die meistens mit Zusatzkosten verbunden sind.

Trotz der Risiken und Nachteile bin ich ein Fan von Open Air Veranstaltungen. Sowohl als Veranstalter als auch als Gast. Ich mag es unter blauem Himmel mit frischer Luft und der ausgelassenen freien Stimmung zu feiern. Es gibt so viele Möglichkeiten, eine Open Air Veranstaltung zu gestalten. Auch die Orte sind meistens viel schöner als ein grauer / weißer / roter geschlossener Raum. 

Falls es dann doch mal regnen sollte, gibt es wasserfeste Kleidung und schließlich sind wir nicht aus Zucker. Im Regen tanzen hat auch einen großen Spaßfaktor.

Ein Beitrag von Sarah Hussain

Bild: Copyright//Kreis Kleve