Passepartout: Die Krise managen statt Events – Persönliche Ein- und Ausblicke

Passepartout: Die Krise managen statt Events – Persönliche Ein- und Ausblicke

130 Milliarden Umsatz – 2 Millionen Beschäftigte – diese Zahlen, die die gesamte Veranstaltungswirtschaft ausmachen, die gerade die größte Krise aller Zeiten erlebt, sind inzwischen hinlänglich bekannt. Wir bei Passepartout sind wie jede andere Agentur stark betroffen; nichts desto trotz versuchen wir, diese Krise für uns persönlich und bestmöglich zu managen. In unserer Serie „Die Krise managen statt Events“ lassen wir regelmäßig jeden einzelnen des Teams zu Wort kommen: Wie er/sie persönlich mit der Situation „Von 100 auf 0“ klarkommt, wie er/sie die Zeit nutzt und was ihn/sie antreibt. 

Als erstes berichtet Projektleiterin Svenja Dick , was sie in den letzten Wochen und Monaten beschäftigt hat: „Von 100 auf 0 in nur wenigen Wochen. Im Februar saß ich noch am Flughafen in Salzburg, erschöpft aber glücklich, nach einer 4-tägigen Incentivereise in Österreich. Nichtsahnend, was in den nächsten Monaten auf uns zukommen würde. Ich arbeitete weiter an den tollen Projekten, die dieses Jahr noch anstehen würden. St. Petersburg, Spanien, eine Tagung auf dem Rhein und und und. 

Und dann: Es war so, als würde jemand den Stecker ziehen. Absagen von Veranstaltungen, Homeoffice und dann kurze Zeit später die Kurzarbeit. Nach mittlerweile fast vier Jahren bei Passepartout, einer anstrengenden und aufregenden Zeit wird dir auf einmal gesagt, du arbeitest jetzt erstmal nicht mehr. Ein Schock! Was mache ich denn jetzt mit meiner gewonnenen Zeit? Wie beschäftige ich mich mit mir selber? Was wird die nächste Zeit bringen? 

Alles Fragen, auf die ich zunächst keine Antwort hatte und die mich unterbewusst immer mehr beschäftigten. Für mich war es erst so wie ein kurzer Urlaub: Nach ein paar Wochen wird alles wieder beim Alten sein, wir werden mit den Kollegen wieder gemeinsam im Büro sein, werden gemeinsam zu Mittag essen. Doch nach und nach wurde mir klar, dass dies noch lange nicht so sein wird. Und dann kam der Wendepunkt. Nutze die Zeit, die du dir immer gewünscht hast und selten hattest. Verbringe die Zeit mit den Dingen, die dir Spaß machen. Mache Dinge, die in den letzten Jahren zu kurz kamen. Projekt Nummer 1 in der ungewissen Zeit: Ich habe eine Wand in meiner Wohnung gelb gestrichen. Zitronengelb! 

Und immer wenn ich diese Wand anschaue, denke ich daran, die Zeit sinnvoll zu nutzen und positiv zu bleiben. Auch wenn die Zeit noch so ungewiss ist, es geht weiter und ich möchte mein Lachen und meine gute Laune nicht verlieren.“

Svenja Dick – Projektleiterin Passepartout