Sport und Arbeit.  Funktioniert das zusammen oder muss das sogar?

Sport und Arbeit. Funktioniert das zusammen oder muss das sogar?

Auf die Frage: „Treibst du Sport?“, hört man sehr häufig die Antwort: „Habe ich keine Zeit für.“ Oder „Wann soll ich das denn noch machen?“ Die Aussagen sind ja sogar irgendwo verständlich… Arbeitszeit, Zeit mit der Familie und die Freunde sollen auch nicht zu kurz kommen.

Doch ein kleines Umdenken lohnt sich und hat große Auswirkungen. Top Manager sind nicht ohne Grund oft auch Leistungssportler. Es gibt viele Parallelen, die auf den Sport, wie auch auf die Arbeitswelt Anwendung finden. Die auffälligste: Beide Disziplinen leben vom Leistungsprinzip. Jeder kennt die Tugenden Durchhaltevermögen, Ausdauer und Leistungsbereitschaft, psychische Stärke und ein gewisses Maß an Risikobereitschaft. Das lässt sich auf den Sportler, wie auf Führungskräfte übertragen.

Auch das Optimieren von Equipment, um die eigene Performance, oder die des Teams zu erhöhen, gehört dazu. Die Spitzenarbeitskraft kann also vom Spitzensportler lernen. So weit so gut. Führt man diese Idee weiter, wird schnell deutlich, dass sie neben den Parallelen sogar auf einander aufbaut.

Der römische Dichter Juvenal (60-140 n.Chr.) traf vor ca. 2000 Jahren die Aussage „Mens sana in corpore sano“ – Übersetzt: „In einem gesunden Körper, wohnt ein gesunder Geist.“ So ist es bis heute und mittlerweile sogar bewiesen: Laut dem Medizinprofessor Michael Nilsson von der Universität Göteborg, die eine Studie mit 1,2 Millionen Probanden vornahm, hängen körperliche Fitness und ein erhöhter Intelligenzquotient unmittelbar zusammen. Die Fitness bezieht sich dabei gar nicht unbedingt auf Kraft, sondern auf gute Herz- und Lungenkapazitäten, die dem Gehirn viel Sauerstoff zuführen. 

Einfach zusammengefasst ist damit bewiesen, dass ein Mensch durch regelmäßigen Sport klarer denken kann. Neben der reinen Fitness und der Sauerstoffzufuhr schafft der Sport aber vor allem einen Ausgleich zum Job und macht den Kopf frei. Beim Sport konzentriert man sich nur auf den Sport. Dadurch schaltet man ab und schafft Platz für neue, frische Gedanken.

„Sport motiviert“, sagen die Einen. „Dafür muss ich mich erst einmal zum Sport motivieren“, sagen die Anderen. – Zugegeben: Ja. Aber wenn du dich zum Sport motiviert hast, reißt er dich mit. Erreichte Ziele und gesteigerte Leistungspensen machen zufrieden und machen Lust auf mehr. Ein Ansatz dafür ist der Sport mit Kollegen. Zusammen Sport treiben als Teambuilding. Gemeinsam Ehrgeiz wecken für das gemeinsame Ziel wie einen Firmenlauf (z.B. B2Run), eine Staffel beim Marathon, Hindernisläufe wie „Tough Mudder“ und viele weitere Läufe. Aber auch Yoga in der Mittagspause oder der Boxsack für ein 10 Minuten Workout. Es ist ganz egal für welche Sportart du dich entscheidest, „Hauptsache: Bewegung“. Ausreden gibt es viele, aber Gründe umzudenken noch mehr.

Mein individueller Ansatz:

Jeder hat seinen eigenen Biorhythmus und muss selber entscheiden, wann er am besten Sport treibt. ich habe für mich die frühen Morgenstunden entdeckt, um mich sportlich zu verausgaben. Das heißt, früh aufstehen, Kaffee trinken, 30 Minuten Fitnesstraining oder laufen gehen und fit in den Tag starten. Der Tag gibt es einem im positiven Sinn zurück. Probiere es aus!

Ein Beitrag von Jan Berger