Von Sackgassen (un)nötiger Arbeit in der Eventbranche und Albert Einstein

Von Sackgassen (un)nötiger Arbeit in der Eventbranche und Albert Einstein

Wer kennt es in der Eventbranche nicht? Manchmal kommt man einfach nicht weiter. Es gibt ein Problem, welches nicht nur nach einer Lösung verlangt, sondern auch sämtliche Aufmerksamkeit & Kapazitäten fordert.
Gerade im Veranstaltungsbereich lassen sich ohne weiteres eine große Anzahl solcher Fälle aufzählen. Und: Oft findet man sich nach gefühlten Ewigkeiten an Kopfzerbrechen immer noch in einer Sackgasse wieder.
Zugegeben, solche Hamsterrad-Zustände findet man selbstverständlich nicht nur in der Eventbranche. In nahezu jedem Bereich oder Tätigkeit gibt es mitunter Situationen, die für graue Haare sorgen können.

Doch wie gehen wir jetzt an das Problem heran? Offenbar nicht so wie bisher, schließlich brachte uns dieser Weg nicht wirklich weiter, oder?
Oft hilft hier der Rat eines Kollegen, der als „Außenstehender“ eben nicht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr erkennen kann, sondern eine neutralere Sichtweise auf das Projekt hat. Auch ein Brainstorming in der Gruppe schafft bei so manchen Herausforderungen, den Weg aus der vermeintlichen Sackgasse zu erkennen. 

Doch was ist, wenn auch das alles nicht zu einer zufriedenstellenden Lösung führt?
Hier muss oftmals eine radikalere Herangehensweise her: Alles neu!
Sicherlich gehört viel Mut dazu, das bis dahin Erarbeitete wieder zu verwerfen und nochmal komplett neu anzusetzen. Aber: Manchmal ist genau dies der richtige Weg.
Also: Zurück zum Start.

Schon Albert Einstein beschrieb damals recht passend: „Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.“. Natürlich bezog er als einer der bedeutendsten Wissenschaftler der Weltgeschichte, diesen Satz auf sein Fachgebiet, die Theoretische Physik.
Er hatte sicherlich nicht damit gerechnet, dass dieser Satz auch so treffend als Beschreibung der Arbeit in der Eventbranche verwendet würde. 

An dieser Stelle meine ich allerdings nicht nur das Verwerfen der Arbeit, um ein Problem zu lösen. Tatsächlich wird die „Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat“ in der täglichen Arbeit einer Eventagentur deutlich häufiger benötigt als manchen vielleicht lieb ist. Variante 1 bis 100 des Mobiliar-, Catering- oder Technikkonzeptes, Rahmenprogrammpunkte, im Worst Case Szenario sogar die ganze Veranstaltung: Immer wieder werden hier Änderungsschleifen gefahren oder ganze Konzepte gekippt. Allesamt mit viel Liebe zum Detail entworfen und durchdacht geplant. Ob etwas einfach aufgrund von Kundenwünschen nicht infrage kommt, es an einer nötigen Genehmigung scheitert, oder schlichtweg für das Geplante doch nicht genug Platz zur Verfügung steht – es gibt zahllose Gründe warum bereits erledigte Arbeit wieder verworfen und neu erledigt werden muss.

Hier stellt man sich dann natürlich auch irgendwann die Frage, woran liegt es?
Schlecht strukturierte Arbeitsweise? Nur Amateure am Werk?

Ganz im Gegenteil!
Hier ist eine Agentur am Werk, die für Ihren Kunden jeden Weg geht, jede Möglichkeit abwägt und jedes Szenario durchdenkt, um die Veranstaltung bestmöglich abzuwickeln.
Dass das heißt, jede Menge Arbeit gemacht zu haben, die letztendlich umsonst war, liegt im Wesen der Gründlichkeit.
Es kommt natürlich auch vor, dass Ideen, die man im Planungsteam favorisiert hat, nicht direkt die Vorstellung des Kunden trifft. Hier ist es dann besonders wichtig, eigene Vorlieben und „Geschmäcker“ in den Hintergrund zu stellen und objektiv sowie mit einer gewissen Distanz an die Sache heranzugehen. Dies erfordert nicht nur viel Erfahrung in Organisationsprozessen, sondern ebenso einen Haufen von Ideen, die im Laufe der Jahre schweren Herzens in der Ablage P verschwunden sind. 

Es sind eben diese unermüdliche Ausdauer und Bereitschaft, von welcher Albert Einstein sprach, die wir in der Eventbranche immer wieder sorgsam in jedes Projekt einbringen. Um das perfekte Erlebnis für unsere Kunden zu ermöglichen, benötigt es nicht nur das Herzblut, das wir in unsere Arbeit einfließen lassen, sondern auch selbiges von dem wir uns trennen, wenn es notwendig wird, etwas zu verwerfen.

Ein Beitrag von Bastian Manche